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SG Heum-Sill - HSK 20:32 (13:11)


Nachdem vorherige Woche ein Kantersieg gegen EK Stuttgart eingefahren werden konnte, gastierten wir am Samstagabend bei der Spielgemeinschaft Heumaden-Sillenbuch. Endlich mal ein Verein, der unserer Vereinsnamenlänge Paroli bieten kann! Die Anreise war heimtückisch, denn durch die direkte Anreise von Trainer Alexander Hezinger war unser Safety Car nun ein anderer. Er nahm seine Aufgabe ziemlich ernst und nach fünf Minuten Autofahrt sah man keinen unserer Anhänger mehr im Rückspiegel. Nach einer Aufforderung via Chat-Platform, doch etwas langsamer zu fahren kam als Antwort nur „wer bremst verliert“ entgegen und die Aufgabe, eine Kolonne zu führen, sollte doch noch zeitig gelernt werden.

Angekommen in der Halle konnten wir erfreut feststellen, dass wir mal wieder vollzählig waren. Zwar teils krankheits-/und bürokratiebedingt, aber alle haben es ins wunderschöne Sillenbuch geschafft. Da die Kabine und das Spielfeld nur eine Tür trennt, durften wir die Musik nicht allzu laut machen und wir konnten in der Kabine auch mal reden. Gesprächsthema Nummer eins an jenem Tag war das Bierpong Turnier des Vorabends. Im Gegensatz dazu sollte es heute aber auch einen Gewinner geben. Beim intensiven Aufwärmen gab es nach langer Zeit mal wieder Harz auf den Ball. Das Sprichwort „Des einen Freud ist des anderen Leid“ bringt das zweifellos auf den Punkt. Trainer A. Hezinger war vor dem Spiel noch beim örtlichen Bäcker Kuchen essen und Cappuccino trinken und hat seinen Spielern nichts mitgebracht. Jetzt wissen wir auch, warum er direkt in die Halle gekommen ist. Bei der Pre-Game-Discussion präsentierte er uns jedoch trotzdem die ausgeklügelte Mannschaftsaufstellung. Bei dem fulminanten Kader von 8 Spielern gab es zwar nicht viele Überraschungen, aber dafür bei den Gegnern, denn diese liefen mit 13 Spielern auf. Taktische Anweisungen und unsere konditionelle Unterlegenheiten wurden noch schnell besprochen und schon konnte es losgehen.

Zügig konnte man sich mit 1:6 absetzen, doch dann wurde ein Gang zurück geschalten und die Sillenbucher holten nach und nach wieder auf, bis es in der 29. Minute 11:11 stand. Nach zwei schnellen Toren für uns ging es dann in die Halbzeit. Die Taktiktafel wurde direkt gezückt. Heute nicht nur ein Stück Aluminium, da der Stift hervorragend funktionierte. Die Porzellankistenmutter zeigte dann, wie wir den Ball in der Abwehr raffiniert herausfangen können und schon ging es wieder auf das berühmte blaue Feld des Schulzentrums. Die Spielfeldlinien sind in keiner Halle vergleichbar schlecht kontrastiert, weshalb es auch den ein oder anderen Einwurf gegen uns gab, weil jemand im Seitenaus stand. Vermeidbar, aber verzeihbar. Die ersten 15 Minuten von Hälfte zwei begannen relativ ausgeglichen, aber wir konnten ab und an immer wieder ein Tor mehr werfen als die Gegner, sodass es in der 45. Minute 18:24 stand. Voller Körpereinsatz in der Abwehr brachte Heiko kurzzeitig zu einer Zwangspause, da er beim Blocken des Balles die Hand des Werfers ins Gesicht bekam und nun die Lippe blutete. So ein Abwehreinsatz zeigte sich aber bis zum Schluss dieses fairen Spiels, weshalb wir nur noch zwei Gegentore bekamen. Die negative Seite dessen zeigte sich aber auch. Niclas hielt sich im Rückzugsverhalten nicht an die allseits bekannte Regel rechts vor links und bremste zu spät. Dabei umknicken, sodass man nicht mehr weiter spielen kann, war zwar hoffentlich nur ein Blechschaden, jedoch auch vermeidbar. Denn dafür gibt es doch eigentlich dieses Safety Car. Achso, das fehlte uns ja leider an jenem Tag.

In den letzten zehn Minuten konnte man dann auch endlich die Taktik anwenden, den Ball rauszumopsen und die Führung wurde souverän ausgebaut. Schlussendlich konnten wir mit 20:32 diesen wichtigen Auswärtssieg einfahren und mal wieder hat sich jeder in die Torschützenliste eintragen können. Nun heißt es, sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren, denn jetzt geht es in die heiße Phase der Saison und wir sind nicht ohne Grund der aktuelle Ligaprimus. Weiter so Jungs!